14.08., Paraiso Suiza, Uruguay: Von der Weltstadt Sydney zurück ins beschauliche und winterliche Land am Atlantik und dem Rio de la Plata. Zum Glück scheint das schlimmste Wetter der kalten Jahreszeit bereits überstanden und es ist meist ganz gut auszuhalten. Wally hat die Monate in einer trockenen Halle zugebracht und scheint bereit für weitere Abenteuer.

Das Bild zeigt mich am Beginn des berühmten Telegraph Track, eines der Highlights auf meinem Weg zum Tip.

11.07., Cairns, Australien: Viel Staub, Schweiss und rote Erde! 22 Tage ueber tolle Pisten und ich stand am noerdlichsten Punkt Australiens - Cape York, the Tip! Ein weiterer Wunsch kann von meiner Liste gestrichen werden, was fuer ein toller Trip! Meinen Exoten Status bin ich ja hinreichend gewohnt aber was hier abging, war wirklich erstaunlich. Bestaunt, bewundert, beklatscht. Mein neuer australischer Name lautet "The crazy woman on a bike"

Die Aussies haben teils mit toller Performance auf dem Telegraph Track geglaenzt, den ich in seiner Gesamtlaenge befuhr. Ausfuehrlicher Bericht und Videos folgen!

Das Foto zeigt mein Camp in der Naehe des hoechsten Berges von Bolivien, dem Nevado Sajama, 6542 Meter hoch.

08.06., Cairns, Australien: Die Umstellung vom kalten und regnerischen suedlichen Neuseeland ist krass aber sehr willkommen. Hier in den Tropen herrscht nun Trockenzeit und somit ein sehr angenehmes Klima. Fuer mich, die Australien in frueheren Zeiten immer nur waehrend der Monsunzeit besuchte, eine voellig neue Erfahrung. Cairns hat die richtige Groesse, um alles fuer mein aktuelles Vorhaben  besorgen zu koennen und solch gigantische Supermaerkte habe ich sowieso seit Amerika nicht mehr betreten.

Einen grossen weissen Flecken gibt es bei mir noch auf der australischen Landkarte, naemlich Cape York, welches ich aufgrund der Regenzeit nie mit meinem Buschtaxi befahren konnte. Nun waere es in heutiger Zeit fuer mich zu einfach, ins Allradfahrzeug zu steigen.  Fuer "The Trip to the Tip" steige ich aufs Fahrrad, minimum 4 Wochen sind anzusetzen, bevor ich hoffentlich den noerdlichsten Punkt des Kontinents erreiche, vieles wird ueber abgelegene Allradpisten gehen, ich bin gespannt.

 

Von Glueck und Freiheit!      

 

Das Geheimnis des Gluecks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit ist der Mut

(Thukydides)

 

Waehrend meines Fluges von Neuseeland nach Australien, feiere ich 5 Jahre durch die Amerikas und 9 Jahre in Freiheit! Was fuer eine unglaubliche, gigantische Zeit!

18 Laender in den Amerikas, die restlichen habe ich garnicht gezaehlt. Was mich selbst immer wieder erstaunt, wie wenige wirklich ernsthafte Probleme ich in all dieser Zeit hatte, sei es gesundheitlich, mit Menschen oder mit dem Landcruiser.

Wo ist die Zeit geblieben? Ich weiss es nicht, doch eines ist gewiss, ich habe sie gut genutzt.

Ich habe mehr bekommen als je erhofft, es ist deutlich besser gelaufen als erwartet. Ein gigantischer Roadmovie, Glueck und Freiheit pur.

Nach wie vor ist fuer mich nichts selbstverstaendlich. Glueck ist auch, in einem friedlichen, freien, reichen Land aufgewachsen zu sein und einen Pass in der Hand zu haben, der einem weltweit alle Pforten oeffnet. 

Dies ist keine Reise im ueblichen Sinne mehr, dies ist mein Leben.

Als Frau allein, dass koennte ich nie, sagen mir viele Frauen.

Das ist sehr schade, denn Maenner machen es auch allein. Frauen heutzutage sollten froh sein, diese Moeglichkeiten zu haben, die die Generationen vor uns nie hatten!

Keine Frau braucht maennlichen Begleitschutz fuer irgendwas, wir leben im Jahr 2018, Frau kann alles allein!

Ich habe keine Lust auf diesen Exoten Status, eine der wenigen allein reisenden Frauen mit Fahrzeug Ueberland zu sein. Also, auf geht es Maedels!

 

Der hoechste Genuss besteht in der Zufriedenheit mit sich selbst (J.Jack Rousseau)

 

Drei Erkenntnisse aus all den Jahren:

 

Angekommen zu sein, ist nicht mit einem bestimmten Ort verbunden

 

Die meisten Probleme sind hausgemacht oder existieren nur im Kopf

 

Der Landcruiser ist ein mechanisches Wunder

 

Freiheit ist kein Luxus sondern der Verzicht auf diesen (Unbekannt)

 

In diesem Sinne!

23.05., Te Anau, Neuseeland: Der kleine Ort am Rande des Fjordland Nationalparks gelegen, ist Ausgangspunkt fuer viele Touren. Doch der Winter haelt Einzug, das Wetter wird zunehmend instabil, in den Bergen faellt Schnee.

Zeit fuer mich, demnaechst auf den grossen Nachbarkontinent zu wechseln.

Das Bild wurde in der Naehe des "Rainbow Mountain", Peru aufgenommen, wo einheimische Pferdebesitzer ihre Dienste den Touristen anbieten.

20.04.,Westport, Neuseeland: Von der Golden Bay im Norden der Suedinsel, wanderte ich vorbei an deren goldgelben Straenden und weiter bis hinueber zur Westkueste. Die Atmosphaere dieses wilden Kuestenabschnitts mit seinen von Treibholz uebersaeten Straenden hat mich schon immer fasziniert und zaehlt zu meinen Lieblingsecken weltweit. Das Land besuche ich nun seit 1988 regelmaessig und es macht immer wieder Laune, hier zu sein.

Das Bild zeigt den 6384 Meter hohen Ausangate im Sueden von Peru.

13.03., Melipilla, Chile: Nachdem wir die letzten vier Wochen bei feinstem Sommerwetter in der Seen und Vulkan Region von Chile verbracht haben wird es Zeit, Christel am Flughafen von Santiago auf ihren langen Heimflug zu schicken. Auch ich wende mich nach Osten, um möglichst flott den Kontinent zu queren denn es wird mal wieder allerhöchste Zeit für mich, den Wagen für eine Weile einzumotten, meinen Rucksack zu packen und dem Wandertrieb zu folgen. Mit den Reiseberichten geht es wie gewohnt weiter. Also, dran bleiben!

10.02., San Carlos de Bariloche, Argentinien: Bereits einen ganzen Monat treiben wir uns entlang und neben der Ruta 40 herum und haben so die ersten 3000 Kilometer der über 5000 Kilometer langen Ruta heruntergespult. Dramatische Halbwüstenlandschaften haben begeistert, die super freundlichen Argentinier tragen ihren eigenen Teil dazu bei, sich hier wohlzufühlen. Wir haben die Grenze nach Nordpatagonien längst überschritten, der ewig präsente Wind bestätigt dies.

In Bariloche werden alte Erinnerungen wach, denn hier haben wir vor 18 Jahren unsere Reise mit einem Mietcamper von Santiago nach Ushuaia entlang der Carretera Austral beendet. Das Bild zeigt den höchsten Berg der Amerikas, den 6962 Meter hohen Aconcagua.

20.01., Santa Maria, Argentinien: Unter dem weiten Himmel Nord Argentiniens! Nach der Querung von Chile über den herrlichen Paso de Jama, wenden wir uns zunächst nach Norden. Ich habe mir die Gesamtbefahrung der längsten Strasse der Welt auf die Fahne geschrieben. Die Ruta 40 ist über 5100 Kilometer lang und verspricht vor allem auf den Pisten im Nordteil Einsamkeit, grandiose Natur und fast keinen Autoverkehr.

In der Tat erweist sich die Ruta als echter Leckerbissen und in Nord Argentinien ticken die Uhren noch anders. Die Querung eines hohen Passes und eines 11 Kilometer langen Canyons mit Landschaften wie im feinsten Utah und Arizona sind ein wahrer Hochgenuss. 

10.01., San Pedro de Atacama, Chile: Zum Jahresabschluss gibt es noch einen Besuch im beeindruckenden Machu Pichu, bevor es entlang des Titicacasees und durch die Berge nach Chile geht. Frühere Bewohner haben teils riesige Bilder an den Bergen der Wüste geschaffen.