Chauchilla, Chichero, Ollantaytambo, Pisac, Saqsaywaman, Cusco, Manu Nationalpark, Rainbowmountain, Colca Canyon, Arequipa, Desaguadero

Ich fahre ein Stück südlich zu den Mumien von Chauchilla, die fotogen und gut erhalten in ihren Löchern hocken. Man hat hier schon mal geplündert und die Armen in der Gegend verstreut, doch nun sitzen sie unter Dächern und werden nachts bewacht. Ich bleibe hier auch gleich stehen und mache mir einen schönen Abend in der Halbwüste mit netter, stummer Gesellschaft.

Nun muss ich ihn angehen, den langen kurvigen Weg nach Cusco, der mich die nächsten zwei Tage beschäftigen wird. Hoch und runter, tausend Kurven, braune Berge, kaltes Altiplano und nicht viel, was einen Stopp rechtfertigt, weswegen ich die Tage dann lieber fahre, um es hinter mich zu bringen.

Vor Cusco biege ich nach Chinchero ab, darf bei den Bullen vor der Tür schlafen und kaufe mir am nächsten Tag das überteuerte Ticket, welches mir 10 Tage lang erlaubt, fast alle historischen Inka Stätten und noch ein paar Museen zu besuchen.

Weiterhin folgt Ollantaytambo, dann fotogene Salinen wo Salz gewonnen wird mit extra Eintritt plus touristisches Schweinetreiben wie überall an diesen Stätten. Pisaq ist sehr schön und ich stelle fest, dass mittags zwischen eins und drei weniger los ist, da dann alle in Restaurants gekarrt werden.

Was die Inkas wirklich drauf hatten, war Terrassen anzulegen und Mauer sowie Wasserkanalbau, vor allem, wie sie die riesigen Steine fugenlos in den Ecken plaziert haben ist beeindruckend.

Kurz vor dem Campingplatz oberhalb von Cusco, besuche ich noch eine kleine Tierauffangstation (Ioverlander) die wirklich interessant ist und wo man mal einen Blick auf den einzigen in Südamerika existierenden Bären werfen kann, den Spectacled Bär, auch als Brillen oder Andenbär bekannt. Außerdem kann man blauäugige Lamas streicheln, Pumas bewundern die aus einem Nachtclub in Lima befreit wurden und ganz toll, Kondore ganz nah bestaunen, die auch noch eine kleine Flugshow hinlegen.

Der Campingplatz ist nicht klein aber voll von Reisenden mit eigenem Wagen aus aller Welt, wobei die Deutschen natürlich mal wieder am stärksten vertreten sind. Ich sichere mir einen Platz ganz hinten in der Ecke und frage mich nun, wie ich am besten an eine nicht überteuerte Amazonastour komme. Recherche im Internet fördert nur Touren von 1000,- Dollar aufwärts zutage, vom Manu Nationalpark garnicht zu reden.

Ich werfe nochmal einen gründlichen Blick in meinen Reiseführer und werde eventuell fündig, morgen werde ich deren Büro unten in der Stadt aufsuchen und dann wird man ja sehen, ob wir uns Last Minute einigen können.

Boris, der Chef, sowie Alex und Saulo, die beide Führer sind, begrüßen mich sehr freundlich in ihrem Büro im Herzen von Cusco. Sofort habe ich ein sehr gutes Gefühl und tatsächlich startet am kommenden Tag eine sechs Tage Tour in den Manu und zufällig ist noch ein Platz frei. Wir verhandeln über einen Last Minute Preis und sind uns recht schnell einig. Ich hechel zurück zum Campground um das entsprechende Bargeld aus dem Versteck zu holen und schon geht es ans Packen, denn bereits um 4,30 Uhr ist Abfahrt. Pünktlich steht Boris vor der Tür vom Campingplatz und wir werden noch in der Dunkelheit in zwei Minibusse verfrachtet, welche uns die erste Etappe in Richtung Dschungel bringen werden.

Ein paar Stunden später, stehen wir am Rande des Dschungels, wobei tatsächlich noch viel des hier auf der Höhe gemäßigten Regenwaldes vorhanden ist, gleichzeitig jedoch auch Menschen hier leben. Wir stoppen viel auf dem Weg hinunter zur Vogelbeobachtung. Die beiden Führer haben ein unglaubliches Auge Vögel zu sichten, wobei man diese nur wirklich gut durchs Fernglas beobachten kann. Wir sehen mehrere Quetzals die mir in Mittelamerika nicht vor die Augen kamen, sowie mehrfach vorbeifliegende Cock of the Rocks (Felsenhähne) Saulo weiß, welche Tiere ganz oben auf meiner Liste stehen und er hat mir die Sichtung eben dieses Vogels und der Riesenotter garantiert. Tatsächlich erwischen wir ganz kurz den Cock nah auf einem Ast sitzend und schon ist er wieder weg. Immerhin reicht es für ein verwackeltes Foto. Wir übernachten in einer einfachen Unterkunft und am nächsten Mittag sind wir am Ende der Straße angelangt und steigen um aufs Boot nachdem wir noch eine kleine Coca Plantage besichtigt haben, nicht alle Produkte aus Coca Blättern sind illegal oder berauschend. Wir bekommen noch Farbe ins Gesicht geschmiert, alles Natur versteht sich und machen ein Gruppenfoto.

Unsere Gruppe besteht aus neun Personen und ist eine nette, umgängliche und sehr interessierte Gesellschaft. Die zweite Gruppe aus eben soviel Teilnehmern sehen wir meist nur zum Essen oder kurz mal unterwegs. Per Boot geht es nun zur Unternehmenseigenen Lodge, wo wir auch auf dem Rückweg nochmal übernachten werden. Unterwegs sehen wir ein paar Affen, ein Faultier, Vögel und so weiter, gute Fotos sind jedoch trotz Teleobjektiv nicht wirklich drin, die Tiere sind scheu. Wir begeben uns im Laufe der Tour auf mehrere Nachtwanderungen, Gummistiefel sind Pflicht wegen dem ganzen tödlichen Getier, steigen auf Aussichtstürme und hören viele exotische Vögel . Als wir am dritten Tag vom Madre de Dios in den Rio Manu wechseln, ist der Übergang in den richtigen Manu Nationalpark geschafft. Ab hier keine Abholzung mehr oder sonstige üble Aktivitäten. Die Einzigen die hier leben, sind die, die sie „Naked People“ nennen, die Nackten. Wir sehen ein paar dieser archaischen kleinen Menschen, nur mit Lendenschurz und Pfeil und Bogen bekleidet, wie sie am Rande der Zivilisation am Ufer stehen, fotografieren streng verboten. Im Park leben noch einige extrem zurückgezogen und dies soll auch so bleiben. Die Maschiguenga Lodge ist der letzte Übernachtungspunkt, danach ginge es nur noch per Expedition weiter. Alles wird von uns bzw. unserer Truppe selbst mitgebracht und in der Küche zubereitet.

Tags darauf geht es erst per Boot, dann zu Fuss zu einem See, wo ein großer schwimmfähiger Ponton die Passagiere aufnimmt und die Crew kräftig paddeln darf, denn dies ist der See, wo sich noch einige der vom Aussterben bedrohten Riesenotter aufhalten. Leider regnet es wie aus Eimern, wir sehen zwar einen der den Kopf aus dem See steckt aber so richtig nah war das nicht. Nach dem Mittagessen hört es zum Glück auf zu regnen und alle stimmen dafür, sich der anderen Gruppe anzuschließen und nochmals den Ottersee zu besuchen. So paddeln wir erneut auf den See und haben riesen Glück, denn die ganze Gruppe, sechs bis sieben Tiere, spielt miteinander und beäugt uns neugierig. Die Tiere haben alle verschiedene helle Brustzeichnungen woran sie sich wohl auch selbst gegenseitig identifizieren. Die Bilder werden mäßig, die Aufregung wahrscheinlich. Egal, dies war ein tolles, einmaliges Erlebnis und die Crew angelt noch Piranhas, welche sofort mit ihren messerscharfen Zähnen in das hingehaltene Blatt beissen, sie werden alle wieder lebend entlassen. Der See ist voll tödlichem Getier, Zitteraale, Piranhas, Kaimane, wer da reinfällt, hat schlechte Karten.

Die Crew stöbert auf dem Weg zurück nun bereits im Dunkeln, Kaimane mit der Taschenlampe auf und so geht ein erfolgreicher Tag zuende.

Am Morgen tuckern wir denselben Weg zurück auf dem Rio Manu und Saulo betont immer wieder, dass wir bald ein Gebiet passieren, wo schon oft Jaguare gesichtet wurden. So richtig glaubt an soviel Glück wohl keiner, das permanente sehr frühe Aufstehen macht sich auch langsam bemerkbar und so schrecken alle hoch, als Saulo tatsächlich eines der prächtigen Tiere entdeckt, welches fotogen mitten auf einem Baumstamm im Wasser steht. Anstatt zur Kamera, greift jeder zum Fernglas, was für ein Anblick, solch ein prächtiges Tier in seiner natürlichen Umgebung zu sehen. Schnell ist er ans Festland Richtung Gebüsch unterwegs und was bleibt, ist ein Foto mit einem schönen Rücken.

Wir sind alle glücklich, die andere Gruppe, die etwas später dort vorbeikommt, hat natürlich nichts mehr gesehen. Wir übernachten erneut in der familieneigenen Lodge, diesmal nicht im Bett, sondern auf einer Plattform an einer Salzlecke die regelmäßig von Tapiren aufgesucht wird. Die ganze Nacht wird die Taschenlampe weitergereicht und hinunter geleuchtet doch die Tapire bleiben heute aus. Tags darauf treten wir den Weg zurück nach Cusco an, wo ich kurz vorm Dunkeln wieder eintreffe. 

Dies waren sechs prall gefüllte, tolle Tage. Ich kann dieses Familienunternehmen, welches vom Führer über Busfahrer und Koch aus Familienmitgliedern besteht, nur wärmstens empfehlen. Hier hat man was für sein Geld bekommen, unsere Führer waren extrem engagiert und nett. Gruß von Claudia, dann gibt es Rabatt! 

www.bonanzatoursperu.com

Natürlich bleibt es nicht aus, dass ich mich zurück in Cusco von dem Erlebten erstmal erholen muss, obwohl das Wetter hier wie immer nicht berauschend ist.

Nächster Anlaufpunkt sollen die Rainbowmountains sein, die seit ein paar Jahren einen regelrechten Touristenansturm erleben. Dank intensiver Werbung in Cusco und zahlreichen Touranbietern die Tagestouren billig anbieten, trampeln hier in der Saison hunderte von Menschen Richtung Regenbogenberg.

Ich schwanke sehr, den Abstecher überhaupt zu machen, entscheide mich dann aber an der Weggabelung dafür. Die Fahrt ist wunderschön und windet sich immer höher hinauf zum 4400 Meter hohen Parkplatz wo ich gedenke, die Nacht zu verbringen.

Am Morgen dann erstmal ein kleiner Schock, es hat geschneit, was die Landschaft sehr attraktiv macht, eventuell aber die Farben am Regenbogenberg bedeckt.

Um den Massen zu entgehen, laufe ich um halb sieben los und bin 600 Meter und eineinhalb Stunden später oben auf dem Berg. Die Zweifel, ob sich die Anfahrt gelohnt hat, verfliegen schnell beim Anblick der herrlichen Bergwelt und den Blick auf den 6384 Meter hohen Ausangate. Die Lamas kommen aus ihrem Nachtquartier und haben noch dick Schnee auf dem Rücken, der Blick hier oben ist trotz Wolken wirklich sehr schön und ein paar farbige Streifen sind auch zu sehen.

Ich könnte einen anderen Weg zurück nehmen und so den vielen Menschen entgehen, will mir das Spektakel aber mal bewusst anschauen. Die hier lebenden Menschen, die teils in einer Art Plastikverschläge hausen, bieten den fusslahmen nicht der Höhe angepassten Touristen Pferde an, auf denen sie sie bis zu einer bestimmten Höhe bringen, nur mit Sandalen an den Füssen. Ein schönes, stabiles Einkommen, es sei ihnen gegönnt zumal die meisten Pferde ziemlich gut aussehen.

Wieder mit tollsten Aussichten, fahre ich tiefer hinunter, um Tags darauf den Weg Richtung Südosten zum Colca Canyon anzutreten.

Der Colca Canyon wird beworben, der tiefste der Welt zu sein. Das kommt natürlich immer darauf an, von wo nach wo man misst. Am letzten Ort wird ersteinmal gut kassiert und weiter geht die Fahrt entlang des Canyons der bewirtschaftet und besiedelt ist, wo es gerade nur geht. Mein erklärtes Ziel ist es, die hier lebenden Kondore im freien Flug über dem Canyon zu sehen. Die größte Aktivität findet morgens statt und so stelle ich mich für die Nacht auf den Parkplatz nah am besten Aussichtspunkt, wo sogar ein sauberes Klo geöffnet ist. Morgens laufe ich die paar Meter zum Canyon runter und tatsächlich gibt es ein paar der großen Vögel zu bestaunen. Ich schieße einige gar nicht mal so schlechte Fotos bis um halb zehn die Fliegerei ein Ende hat, alle Touristen wieder in ihre Busse verfrachtet werden und ich mir einen gemütlichen Tag mache, denn ich habe beschlossen, noch eine weitere Nacht zu bleiben, um eventuell morgen früh noch ein wenig mehr Aktivität beobachten zu können.

Tatsächlich fliegen heute mehr Kondore und ich habe richtig was zum Knipsen. Sehr nah und oft auf gleicher Höhe mit dem Aussichtspunkt sind sie heute deutlich aktiver.

Die Krönung ist dann, als sich mehrere, hauptsächlich Jungvögel, auf dem Felsen nahe dem lärmenden Publikum niederlassen und sich in aller Ruhe dieses Chaos hier betrachten. Immer wieder erstaunlich, wie Tiere sich an geänderte Lebensbedingungen anpassen und damit zurechtkommen.

Mindestens 15 dieser beeindruckenden Vögel habe ich heute aus nächster Nähe sehen können, gute Fotos gemacht und bin somit mehr als zufrieden.

Weiter geht es nach Arequipa, wo ich zum vorerst letzten Mal auf Ilka und Günther treffe. Wir verbringen ein paar nette Abende zusammen und ich versuche meine Autoversicherung für die kommenden Länder auf die Reihe zu bekommen. Die Stadt ist attraktiv und gefällt mir besser als Cusco schon allein wegen des milden Klimas und es gibt deutlich weniger Touristen. Der Campingplatz an einem Hotel ist zentral und gut aber leider extrem nah an einer stark befahrenen Straße gelegen was für mich heißt, dass ich so schnell wie möglich hier weg muss.

Ein paar Tage fahre ich noch durch sehr schöne Landschaften im Süden des Landes, bis ich die Grenze nach Bolivien am Titicacasee erreiche. In zwei Monaten werde ich nochmals zurueckkehren.

Fazit Peru: Dieses Land wird sicherlich immer ganz oben auf meiner Südamerikarangliste stehen. Drei Monate ließen sich hier sehr gut rumbringen und die Top Highlights waren auf jeden Fall die Anden, der Amazonas und die Kondore. Machu Pichu wird ebenfalls noch dazu kommen.

Die Peruaner sind ein sehr freundlicher und lockerer Menschenschlag, ich habe mich bei und mit ihnen sehr wohl gefühlt. Leider sind sie in Sachen Sauberkeit oft ein wenig zu locker, dieses Land hat ein massives Müllproblem was offensichtlich mit Ausnahme der Ausländer niemanden schert. Dies ist südlich der USA wirklich ein schlimmes, generelles Problem und eben die Negativseite des relaxten Latino Life Styles, leider hat das traumhaft schöne Peru in der Hinsicht bisher den „Müll Oskar“ aller durchfahrenen Länder bei mir abgeräumt. Ich habe mich oft gefragt, wie man mit solch unglaublichen Dreck unmittelbar vor der Haustür leben kann, es hat mich häufig einfach nur angeekelt. Die Küste und die Straßenränder sind oft eine einzige Müllhalde, einfach nur abartig.

Die Peruaner als Autofahrernation sind besser als die Kolumbianer, immerhin! Sie schalten öfter mal ihr Hirn ein und obwohl sie flott unterwegs sind, hatte ich keinerlei Probleme mich dem Fahrstil anzupassen, dies heißt aber nicht, dass sie vorausschauend fahren. An Engstellen und auf schmalen Pisten wird stets drauflos geprescht bis nichts mehr geht, obwohl ersichtlich ist, dass man nicht aneinander vorbeikommt und dann schaut man halt mal. Trotzdem bin ich entspannt durchs ganze Land gefahren auch deshalb, weil der hohe indigene Bevölkerungsteil arm ist, sich kein Auto leisten kann und deshalb die meisten Strecken angenehm leer sind, ein echter positiver Pluspunkt. Aufpassen muss man bei den Minibustaxis, die teilweise hirnlos auch auf engen Bergstrecken rasen. Auch mit den dreirädrigen Mototaxis gab es keine Probleme, sie bremsten immer rechtzeitig, auch wenn sie oft aus irgendeiner Seitenstraße angeschossen kommen denn sie wissen, der Stärkere hat Vorfahrt sonst sind sie platt.

Die Bullen waren weitestgehend unauffällig, obwohl ich im Vorfeld die tollsten Storys gehört habe. Es gab zwei Abzockversuche südlich von Lima, einmal fehlte angeblich ein wichtiges Papier, einmal war der Riss in der Mitte der Frontscheibe Gegenstand des Interesses. Mit einem unbeirrten Auftreten meinerseits haben sie mich innerhalb von Minuten weiterfahren lassen. Wichtig ist immer mit Licht zu fahren und eine Autoversicherung nachweisen zu können.

Noch ein Wort zu meiner Kritik: Die Lateinamerikaner, also ab Mexiko südwärts, haben generell in unseren westlichen Augen ein massives Müllproblem aber wie wir wissen, ist die Welt nirgendwo mehr das reine Paradies. Wir ach so schlauen und guten „Westler“ aus den reichen Nationen dieser Welt hätten da eigentlich absolut garnichts zu kritisieren denn: wir sind einen guten Teil dafür verantwortlich, wohin sich sich diese Nationen bewegen.

Die Ölindustrie hat ganze Ölplattformen im Ozean versenkt bis Greenpeace kam, sie tut es vermutlich dennoch weiter, das Mittelmeer ist voll von illegal versenktem Giftmüll und weiß der Himmel, wo noch überall. Die Ozeane schwappen über von unserem Plastikmüll. Kleinstteilchen dieses Plastikwahnsinns sind mittlerweile in fast allen Gewässern nachgewiesen und wird wieder aufgenommen durch Fisch, Fleisch und Gemüse, welches zusätzlich verseucht ist durch Antibiotika welches in Form von reichlich Gülle zurück auf die Felder gebracht und damit in unser Immunsystem befördert wird. Die Fleischindustrie und Lobby pumpt mit Hilfe der Behörden und natürlich denen die wir wählen und denen wir eigentlich vertrauen sollten, massenhaft giftiges Zeug verpackt in Billigfleisch produziert durch unmenschliche völlig abartige Massentierhaltung zurück in unsere Körper. Die Produktion von EINEM Kilogramm Rindfleisch verschlingt unglaubliche 15 Tausend Liter Wasser und 16 kg Getreide, von den Methangasen garnicht zu reden, während in vielen Regionen der Welt kaum noch sauberes Wasser verfügbar ist. Regenwälder müssen weichen, um Anbauflächen für Tierfutter für die Fleischindustrie zu schaffen, welches in abartigen Mengen in unserer reichen Welt konsumiert wird (Deutsche durchschnittlich 90 kg Fleisch/Jahr) Die letzten Regenwälder werden abgeholzt, tagtäglich in unvorstellbarer Geschwindigkeit, alles für den schnellen Dollar oder Euro. In Indien wühlen sich die Ärmsten durch unseren Zivilisationselektronikschrott und machen ihre Gesundheit dafür kaputt, um einen Dollar am Tag zu verdienen. Die Medikamentenindustrie stellt im Billigland Indien her, so kann man den größten Profit heraus schlagen und nebenbei noch völlig skrupellos sämtliche Gewässer damit versauen indem man das Abwasser einfach ungeklärt in die Umwelt entlässt.

Jeden Tag sterben zig Arten aus. 

Uralte und unsichere Meiler werden am Netz gehalten bis es nicht mehr geht, Braunkohleindustrie am Leben gehalten, Ausbeutung durch Billigarbeitsplätze wovon am Ende keiner mehr leben kann, alles zum Wohle von Wem? Das kann jeder leicht fuer sich selbst beantworten. Diese Liste ließe sich seitenlang fortsetzen und niemand auf diesem Planeten ist ohne Schuld, denn wir alle verpuffen Rohstoffe, fliegen durch die Gegend, produzieren Plastikmüll und freuen uns, wenn wir ein vermeintliches Schnäppchen gemacht haben. Dies sei auch nur gesagt, um meine Kritik an Peru und Lateinamerika ins rechte Licht zu rücken aber jeder kann auch ein wenig dazu beitragen, damit dieser Planet noch eine Chance hat.